Bausubstanz

Äußeres Erscheinungsbild Barockschloss 1750, von innen komplett neuer Ausbau (2006). Sehr flexibler Innausbau möglich. Erdgeschoss, 1. OG, 2. OG mit Gauben und wunderschönem Fernblick

Planung innen:
- Pumpenwarmwasserheizung mit Heizung im Nebengebäude (kein Kamin und kein
  offenes Feuer)
- Fußbodenheizung möglich
- Estrich und Trittschalldämmung
- Wände innen neu verputzt
- Abgehängte Decke, über der Decke Heizungsrohre, Klimarohre, Trink-
  wasserleitung. Moderne, schnelle und problemlose Verlegung von
  Kommunikationsleitungen oder sonstige Anlagen über den abgehängten
  Decken möglich
- Komplett freie Einteilung der Innenräume möglich
- Komplett stützenfreie offene Räume bis zu Geschossgröße 600 m²
- 2 Aufzüge und ein Treppenhaus sind vorgesehen
  Geplant ist, dass der Aufzug und das Treppenhaus alle Stockwerke inkl.
  Gewölbekeller erschließen.

Fenster:
Isolierverglaste Alu-Dreh-/Kippfenster, weiß pulverbeschichtet, zusätzliche elektrische Kippflügel ab Oberlicht. Elektrische Außen-Horizontaljalousien, Einzel- oder Gruppenschaltung möglich (Außenbeschattung).

Klima:
Konstantes Raumklima durch sehr dickes Mauerwerk mit Speicherungseffekt.

Boden/Decken:
Ebene Bodenkonstruktion. Geeignet als Versammlungsräume durch hohe Boden-belastbarkeit von 500 kg/m².

Spitzboden ist aus Beton zum Beschweren der Dachkonstruktion. Dies führt zur Beruhigung der Konstruktion bei starkem Wind oder außergewöhnlichem Wetter, damit diese sich nicht mit Schwingungen auflädt. Beruhigung des Gebäudekorpus und Wärmepuffer bzw. Wärmebarriere der anderen Stockwerke. Klimabrücke gegenüber den anderen Stockwerken. Die Konstruktion ist so ausgelegt, dass die Installation für das Gebäude problemlos eingebaut werden kann.

Allgemein:
Der Mittelteil setzt sich nur auf den 4 Außeneckpunkten auf, freigespannt. Die Montage des Dachgeschosses erfolgte in präziser architektonischer Ausführung, um die Konstruktion punktgenau einzumessen.

Von außen wurde das Gebäude nach Barockvorgaben rekonstruiert (Dachform, Dachdeckung=Biberschwanz-Doppeldeckung, Restaurierung des Sandsteins und Außentreppen, etc.). Es wurden neue Materialien verbaut. Außerdem wurden um den historischen Merkmalen Ausdruck zu verleihen 2 Stück Dachspitzen mit Echtgold veredelte Kupferkugeln nach historischem Vorbild auf das Dach montiert. Neue Kupfer-Regenrinnen wurden montiert, um passendes Ambiente zu erreichen.

Die Dachunterseite wurde verblendet mit einer aufwendigen hochwertigen Kupferverkleidung.

Über der historisch, anmutenden Eingangstür sind von außen die Wappen der Familie von Reigersberg und den anderen Eigentümern zu sehen.

Auf der Terrassenseite bietet das Schloss eine sehr schöne, aufwendige Fassaden-optik in der ein kleiner Sandsteinbalkon mit Ornamenten zu sehen ist.
Dadurch wirkt die Mittelteiloptik des Schlosses auf der Terrassenseite anders als die Haupteingangsseite.

Der Mittelresalit mit Säulen im EG ist auf der Terrassenseite vollflächig mit rötlichem Sandstein verkleidet. Ebenfalls aufwendig sind die Fenster- und Türrahmen mit Sandsteinverzierungen versehen. Ein kleiner über der Terrasse angebrachter Balkon unterbricht die Fassadenstruktur. Die Treppenanlage vom Park zur Terrasse und von der Terrasse zum EG ist harmonisch mit dem Balkon gestaltet. Die Fensterlaibungen sind im Mittelresalit wunderschön gestaltet.

Die im Moment eingebauten Eingangstüren sind provisorisch.

Eine Veredelung der Terrasse wird zu dem historischen Ambiente und der Schlosssituation passend umgesetzt.

Gewölbekeller:
Der historische Gewölbekeller besteht aus 2 unterschiedlichen anmutenden Abschnitten. Im hinteren Teil besticht das Kreuzgewölbe durch eine quadratische Säulenkonstruktion aus behauenen Sandsteinblöcken. Die Höhe des Gewölbekellers beträgt 4,40 m, Größe ca. 476 m². Der vordere Gewölbeteil ist etwa 4 m hoch und hat eine rechteckige Säulenkonstruktion aus gemauerten Sandsteinen.

Aus dem Gewölbekeller wurden während der Bauphase ca. 300 m³ Erdreich entfernt.

Bei diesem Schloss ist historisch belegt, dass die Familie von Reigersberg die verschiedensten Baumaterialien verwendet hat. Da die Familie von Reigersberg durch Lehensstreitigkeiten in finanzielle Not kam, wurde z.B. nur Fichtenholz anstatt Eichenholz für die Decken verwendet.

Im Kellergewölbe steht eine gut erhaltene, historische, wohl in Benutzung gewesene Weinpresse.

Im Gewölbekeller ist eine ebene Betonbodenplatte als Rohboden eingebaut, vorgesehen sind die weitere Dämmung sowie eine Estrichverlegung und ein individueller Bodenbelag. Vorgesehen ist, dass das historische Endmaß des Gewölbekellers eingehalten werden kann.

Der Gewölbekeller ist so konstruiert, dass um die Mittagszeit durch die Sonneneinstrahlung ein schönes architektonisches Lichtspiel entsteht. Das Licht spiegelt sich in geometrisch geraden Linien am Boden.

Aufgrund der historischen Bauweise nach der mit einer Holzschalung, Sandsteinen und Mörtel zu einem Gewölbe verarbeitet wurden, sieht man an der Gewölbeunterseite im Mörtel die Holzmaserungen der Verschalung.

Im vorderen Abschnitt besteht eine Kombination aus Tonnengewölbe und Kreuzgewölbe. Ausdrucksvoll präsentieren sich im vorderen Gewölbekeller die einzelnen Abschnitte der zuerst hergestellten Tonnenkonstruktion und des anschließend zwischengesetzten Kreuzgewölbes.

Das Schloss wurde wahrscheinlich von der Familie von Reigersberg im Mittelteil ausgebaut. Die Seitenschiffe erst später von den von Bethmännern fertiggestellt. Die Außenfassade wurde erst im Jahr 2006 wie ursprünglich geplant erstmalig verputzt.

Das besondere am Schloss Fechenbach ist die von innen auf modernste An-forderungen abgestimmte Innenkonstruktion. Das Schloss erstrahlt von außen im historischen Ambiente eines Barockschlosses.