Ausflugsziele

Burg Wertheim

Hoch über der historischen und malerischen Altstadt Wertheims erhebt sich auf einem Bergsporn zwischen dem Zusammenfluss von Main und Tauber eine der größten Steinburgen Süddeutschlands und grüßt die Ausläufer von Spessart und Odenwald. Der Baubeginn der Wertheimer Burg liegt in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts; bis ins 17. Jh. wurde sie kontinuierlich ausgebaut. Seit dem 30-jährigen Krieg (1618 – 48) ist die Burg Wertheim eine Ruine. Heute ist sie das bedeutendste Wahrzeichen der Stadt und lockt jährlich hunderttausende Gäste aus Nah und Fern. Der einmalig schöne Ausblick auf die Wertheimer Altstadt, eine ansprechende Burggastronomie, interessante Burgführungen sowie eine Vielfalt an kulturellen Veranstaltungen (klassische Konzerte, Rock- und Pop, Kabarett, mittelalterliche Spektakel und fränkische Weinfeste) machen den Besuch der Burg zu einem ganz besonderen Erlebnis.



Henneburg

Um 1200 errichteten die Schenken von Klingenberg die Burg Prozelten als Grenzbefestigung. Fast 200 Jahre war sie später im Besitz des Deutschen Ordens und diente zuletzt dem mainzerischen Amtskeller als Amtssitz. Um 1600 wurde sie verlassen und zerfiel im Laufe der Zeit. Die Burganlage, inklusive Bergfried und Wehrgang, ist gut begehbar. Anlass für eine Totalrenovierung der Henneburg in den Jahren 1982 bis 1986 war ein schicksalhafter Blitzschlag im Juni 1978. Im Zuge der Sanierung der Burg wurden die Türme restauriert, Befestigungsanlagen ergänzt, Wehranlagen wieder begehbar gemacht. So lohnt sich heute ein Besuch der Henneburg sicher.

Ruine Collenburg

Mit der Ersterwähnung von Fechenbach im Jahr 1245 wurde auch die Collenburg erstmals urkundlich erwähnt. Als Erbauer und Eigentümer wird Walter de Colbo genannt, der auch die nicht weit entfernte Clingenburg und Henneburg errichtete. In der von einer geschlossenen Ringmauer mit Türmen aus dem 17. Jh. umgebenen Anlage sind in der Vorburg Teile des Wohngebäudes ebenso erhalten, wie Reste der Nordfront des Palas und dessen hoch aufragende Ostgiebel in der Kernburg. Zugangsbrücke und Torhaus sind nahezu vollständig vorhanden.

Burgruine Freudenberg

Auf der Höhe über Freudenberg mitten im Wald liegt die Burgruine – Reste der Freudenburg. Der ohne Zweifel interessanteste und auch imposanteste Teil der Burgruine ist der insgesamt etwa 30 Meter hohe, in der Art der „Butterfasstürme“ erbaute Bergfried. Von der Burg Freudenberg kann man einen herrlichen Blick über das Maintal zum Spessart genießen. Hier berühren sich der Odenwald und der Spessart. Alle 2 Jahre finden hier im Sommer die Burgfestspiele auf der Freilichtbühne statt, die vom Burgschauspielverein Freudenberg e.V. veranstaltet werden.

Mildenburg

Die Mildenburg wurde um 1200 von Mainzer Erzbischöfen als östliche Grenzsicherung ihres Einflussbereiches auf dem nördlichen Vorsprung des Greinbergs errichtet. Der aus Buckelquadern erbaute und heute noch besteigbare Bergfried ist der älteste Teil der Burganlage. Das ehemalige Wohngebäude mit hohem Dach und Treppengiebel wurde 1390 – 1396 durch den Erzbischof Konrad von Weinsberg errichtet. Die Burg wurde mehrfach erweitert bzw. nach der Zerstörung im Markgrafenkrieg durch den Erzbischof Daniel Brendel von Homburg (1555 – 1582) teilweise wieder aufgebaut. Sie diente bis ins 18. Jh. als Sitz der erzbischöflichen Burggrafen. 1803 fiel die Burg an den Fürsten von Leiningen. Von 1807 – 1979 war sie in Privatbesitz, seither ist sie im Besitz der Stadt Miltenberg. Die außerordentlich schöne Aussicht von der Burgterrasse aus auf die Stadt und in das Maintal ist den romantischen Aufstieg wirklich wert.

Schloss Löwenstein

Das Schloss der Fürsten zu Löwenstein erstreckt sich mit seinen umfangreichen Parkanlagen von Kleinheubach in südliche Richtung am Main entlang bis nach Miltenberg. Gekauft wurden die Kleinheubacher Besitzungen 1721 von Dominikus Marquard Fürst zu Löwenstein-Wertheim, der sehr bald den Baumeister Remy de la Fosse, einen der Architekten von Versailles, beauftragte, Pläne für einen Schlossneubau zu entwerfen. Die Lage wurde mit Bedacht gewählt. Mitten im Herzen Deutschlands gelegen, bietet es noch heute einen Palast der Ruhe, umgeben von einer malerischen Kulisse. Das Schloss steht für Tagungen, Lehrveranstaltungen und Events zur Verfügung.

Kloster Engelberg

Der historische Ursprung des Engelberges liegt bei ca. 1300: Auf dem Rulesberg wurde eine einfache Holzkapelle errichtet und dem Erzengel Michael als Kämpfer gegen die heidnischen Götter gewidmet. Bald wurde diese durch eine Steinkapelle ersetzt und über jahrhunderte immer wieder erweitert. Anbau der Antonius-, der Marien-, der Votivkapelle und der Gruft der Fürsten zu Löwenstein. Aufgrund zahlreicher Wallfahrer rief der Mainzer Erzbischof und Kurfürst um 1630 Kapuziner auf den Berg und baute ihnen ein Kloster. 1828 übernahmen auf Anordnung des Königs Franziskaner Kloster und Wallfahrtsseelsorge. Von Großheubach führen 612 Stufen, die sog. “Engelsstaffeln“, zum Kloster. Klosterkirche und Klosterstube sind behindertengerecht zu erreichen.

Clingenburg

Die heute als Ruine das Stadtbild prägende Clingenburg wurde um das Jahr 1100 von Conradus Colbo, dem Mundschenk Kaiser Friedrich Barbarossas, erbaut. Von der staufischen Burg dürften lediglich noch der Torbogen mit seinen hell-dunkel wechselnden Steinen sowie die massiven Burgfundamente erhalten sein. Um 1870, als Klingenberg im Reichtum schwelgte, der aus den Überschüssen des Tonbergwerkes kam, kauften die Stadtväter die Burgruine samt Umfeld und ließen sie als Festplatz herrichten, wo sporadisch Burgspiele und Theateraufführungen veranstaltet wurden. Seit 1994 sind nun die jährlich stattfindenden Clingenburg Festspiele ein Publikumsmagnet.